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"Ich habe mir immer gewünscht, dass mein Computer so leicht zu bedienen ist wie mein Telefon; mein Wunsch ging in Erfüllung: Mein Telefon kann ich jetzt auch nicht mehr bedienen." -- Bjarne Stroustrup

 
Wenn Bakterien sprechen könnten – Lebensmittelhygiene für Verbraucher: Die Bedeutung der Händehygiene

Dies ist der Start einer kleinen Artikelserie zum Thema “Lebensmittelhygiene für Verbraucher”.

Wenn Bakterien, Schimmelpilze und Viren sprechen könnten, wäre unser Leben ganz schön verrückt. Das „stille Örtchen“ wäre kein stilles Örtchen mehr, denn allein in unserem Darm haben wir Menschen schon mehr Bakterien, als wir Körperzellen haben. Jeder Toilettengang wäre ein großer bakterieller Aufschrei…wer wird schon gerne heruntergespült! Allerdings würden wir auch positive Stimmen hören…nämlich dann, wenn wir uns nach dem Toilettengang nicht die Hände waschen. „Geh’ in die Küche“, würden die Bakterien auf unseren Händen uns zurufen, und zwar ziemlich laut, denn je nachdem, was auf der Toilette passiert, können das bis zu 100.000.000 Bakterien sein. Der Traum jedes Bakteriums ist es nämlich, aus einem Bakterium zwei zu machen, indem sie sich teilen. Da Bakterien, abgesehen von Wasser, zur Hälfte aus Eiweiß bestehen, brauchen sie auch viel Eiweiß, um sich zu vermehren. Deshalb mögen sie insbesondere eiweißhaltige Lebensmittel wie z. B. Fleisch, Hackfleisch, Eier, und Sahne, die in jeder Küche gibt. Und da es ist in der Küche meistens auch noch warm und feucht ist, freuen sich die Bakterien ganz besonders. So können sie z. B. das ungekühlte Mettbrötchen, das wir mit ungewaschenen Händen zubereitet haben, im Laufe des Tages zur Krankheitsfalle werden lassen, indem sie sich darin vermehren und Giftstoffe freisetzen.

Deshalb ist gründliches Händewaschen nach dem Toilettengang eine unverzichtbare Maßnahme für unsere eigene Sicherheit und die der Menschen, für die wir kochen.
Sind wir selbst erkrankt, kann ergänzend eine Händedesinfektion nach dem Händewaschen sinnvoll sein. Sogar wenn die akute Erkrankung, z. B. ein Magen-Darm-Infekt, schon einige Tage zurückliegt, scheiden wir noch krankheitserregende Bakterien oder Viren mit dem Stuhl aus. Fragen Sie in diesem Fall in der Apotheke nach einem geeigneten Händedesinfektionsmittel, das zu ihrer Erkrankung passt, denn nicht jedes Händedesinfektionsmittel wirkt auch gegen Durchfallviren wie z. B. Noroviren.

Ein Gedanke:

Durchfallviren – mehr als wir ahnen

Sie kennen den Bodensee? Und haben einen großen Mixer? Werfen Sie, wenn Sie Durchfall haben, einen halben Liter Stuhl in den Bodensee und rühren Sie gründlich um. Wenn Sie dann einen Liter Wasser aus dem Bodensee entnehmen, werden Sie darin noch ca. 5-10 Durchfallviren finden. 
Fazit:-> gründliches Händewaschen, bei und nach Magen-Darm-Erkrankungen mit nachfolgender Händedesinfektion, ist eine wichtige Maßnahme für sichere Lebensmittel.


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