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"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." -- Albert Einstein

 
Essen und schlafen – über den Wert des Selbstverständlichen

Liebe Leser,

welches Öl schütten Sie in den Motor Ihres Autos?

Natürlich nur das, das zum Motor Ihres Autos passt. Wir bezahlen gutes Geld dafür, dass unsere Werkstatt ein gutes Öl korrekt einfüllt, nachdem das verbrauchte Öl abgelassen wurde. Oder wir wälzen die Bedienungsanleitung und erkundigen uns in der Tankstelle genau, damit ja nicht das falsche Öl in unseren Automotor gelangt. Er könnte kaputt gehen, und es folgt eine teure Reparatur.
Und welches Öl schütten wir in unseren Motor?
Darauf wird – bezogen auf den größten Teil der Bevölkerung – deutlich weniger Wert gelegt. Dabei ernährt unserer Ernährung nicht nur uns – sondern bestimmt maßgeblich, welche Darmbakterien wir im Darm haben. Inzwischen wissen wir z. B. aktuell aus Tierexperimenten, dass Darmbakterien, die kurzkettige Fettsäuren produzieren, wichtig für eine intakte Bluthirnschranke und auch für gut funktionierende Mikrogliazellen sind.


Eine defekte Blut-Hirnschranke wird als „Türoffner“ für Multiple-Sklerose diskutiert, da schädigende Substanzen leichter in unser Gehirn gelangen können. Und gut funktionierende Mikrogliazellen bekämpfen im Gehirn u. a. Entzündungen und wirken neurogegenerativen Erkrankungen entgegen.
Der Einfluss der Darmmikrobiota auf Multiple Sklerose und anderen neurodegenerative Erkrankungen muss also ernsthaft diskutiert werden, und auf viele weitere Erkrankungen auch. Oder anders gesagt: Der Einfluss unserer Ernährung und damit auch auf unsere Gesundheit ist sehr sehr hoch!
Trotzdem schenken wir unserer Ernährung oft nicht die nötige Beachtung.
Und wie ist es mit dem Schlaf?

Schlafen „tut man“; genau wie „man“ auch isst und verdaut. Diese Dinge sind Teil unseres Alltags und wir nehmen sie als selbstverständlich hin und vernachlässigen sie allzu oft.
Seit gestern tagt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie in Mannheim, die sich mit dem Thema „Darmmikrobiota und Neurologische Erkrankungen“ letztes Jahr ausführlich auseinandergesetzt hat. Dieses Jahr, heute, veröffentlicht ihre Pressestelle eine Meldung, die Selbstverständliches wieder einmal in den Focus rückt.

Sie beschreibt Vorgänge im Schlaf, die dazu beitragen, dass neurodegenerative Erkrankungen gar nicht erst entstehen. Denn unser Gehirn räumt im Schlaf mehr auf, als wir vielleicht annehmen. So wird im Schlaf z. B. falsch gefaltetes Alpha-Synuklein aus dem ZNS entfernt – dieses Protein wird als Ursache der Parkinson-Krankheit diskutiert. Ebenso werden Substanzen, die mit Alzheimer assoziiert werden (Tau-Proteine und Beta-Amyloid) im Schlaf aus dem Gehirn entfernt.
Hier finden Sie weitere Details dazu.

Fazit zu etwas, was wir eigentlich alle wissen:
Ernährung und Schlaf haben einen sehr hohen gesundheitlichen Wert. Wenn wir gesund bleiben (und werden) wollen, bestehen zwei grundlegende Baustein darin, vernünftig zu essen und vernünftig zu schlafen – und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das möglich ist.

P.S. Und ja: Bewegung gehört auch dazu :-)


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