Die Hygieneampel steht auf Rot

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Hygieneampel bzw. -barometer ist nach wie vor ein schwieriges Thema.
Zur Zeit läuft ein Pilotprojekt in Duisburg und Bielefeld; 2017 soll in ganz NRW das Hygienebarometer eingeführt werden.
Nun hat das Oberverwaltungsgericht Münster das Pilotprojekt vor fünf Tagen mit der Aussage, dass es keine rechtliche Grundlage nach dem Verbraucherinformationsgesetz gibt, gekippt. Die Ergebnisse der Behörde müssen demnach nicht veröffentlicht werden. Welche Konsequenzen darauf für die landesweite Einführung folgen, werden wir sehen…es bleibt spannend.
Hier finden Sie eine interessante Diskussion zwischen Vertretern der DEHOGA NRW und des Verbraucherschutzministeriums zum Thema “Hygieneampel”:

http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr2/wdr2-arena/index.html

Ich sage nur: “Spannend” ;-) !

Beste Grüße, und fröhliche Weihnachten!
Elke Jaspers

Neues zur Caritas-Leitlinie

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

es gibt ja immer was Neues.
Seit kurzem ist ein Ergänzungsband erschienen, der die berühmte “Caritas-Leitlinie”, ein wichtiges Werk zur Unterstützung der praktischen Arbeit in der Gemeinschaftsverpflegung, abrundet. Er kostet 12 € und ist im Lambertus-Verlag erschienen.

Hier finden Sie die Seite des Verlages, falls Sie das Werk bestellen möchten.

Die genauen Daten lauten:
Deutscher Caritasverband (Hrsg.) , Diakonie Deutschland (Hrsg.)
Ergänzungsband für Zentralküchen und Cook & Chill zu ‘Wenn in sozialen Einrichtungen gekocht wird’
Leitlinie für eine gute Lebensmittelhygienepraxis in Zentralküchen – Zusatzveröffentlichung zur Leitlinie für eine Gute Lebensmittelhygienepraxis in sozialen Einrichtungen
ISBN 978-3-7841-2703-3
1. Auflage, September 2016

Ihnen allen ein schönes Weihnachtsfest und guten Rutsch in das Neue Jahr!
Beste Grüße
Elke Jaspers

Du bist was Du isst

Liebe Leser,

wie wichtig unsere Ernährung für unsere Darmbakterien und damit für unsere Gesundheit ist, finden Sie in diesem Artikel zusammengefasst, der in der Deutschen Lebensmittelrundschau erschienen ist.

Am 25. Oktober veranstalte ich u. a. zu diesem top aktuellen Thema auch einen Workshop auf der VKK Herbstakademie. Hier finden Sie Details zur Veranstaltung.

Angaben zum Copyright:
Der Artikel wird mit freundlicher Genehmigung von Gabriele Lauser, Deutsche Lebensmittel-Rundschau, B. Behr´s Verlag GmbH & Co. KG, hier veröffentlicht.
Bitte beachten Sie aber das Copyright, das nach wie vor bei dem Behr’s Verlag liegt.
Abb. 1 stammt von MVZ Institut für Mikroökologie in Herborn und wurde mit dessen freundlicher Genehmigung im Artikel verwendet. Bitte beachten Sie auch hier das Copyright, das nach wie vor beim MVZ Institut für Mikroökologie liegt.

Mit ballaststoffreichen Grüßen :-)
Elke Jaspers

Essen und schlafen – über den Wert des Selbstverständlichen

Liebe Leser,

welches Öl schütten Sie in den Motor Ihres Autos?

Natürlich nur das, das zum Motor Ihres Autos passt. Wir bezahlen gutes Geld dafür, dass unsere Werkstatt ein gutes Öl korrekt einfüllt, nachdem das verbrauchte Öl abgelassen wurde. Oder wir wälzen die Bedienungsanleitung und erkundigen uns in der Tankstelle genau, damit ja nicht das falsche Öl in unseren Automotor gelangt. Er könnte kaputt gehen, und es folgt eine teure Reparatur.
Und welches Öl schütten wir in unseren Motor?
Darauf wird – bezogen auf den größten Teil der Bevölkerung – deutlich weniger Wert gelegt. Dabei ernährt unserer Ernährung nicht nur uns – sondern bestimmt maßgeblich, welche Darmbakterien wir im Darm haben. Inzwischen wissen wir z. B. aktuell aus Tierexperimenten, dass Darmbakterien, die kurzkettige Fettsäuren produzieren, wichtig für eine intakte Bluthirnschranke und auch für gut funktionierende Mikrogliazellen sind.

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Wenn Bakterien sprechen könnten – Lebensmittelhygiene für Verbraucher: Die Bedeutung der Händehygiene

Dies ist der Start einer kleinen Artikelserie zum Thema “Lebensmittelhygiene für Verbraucher”.

Wenn Bakterien, Schimmelpilze und Viren sprechen könnten, wäre unser Leben ganz schön verrückt. Das „stille Örtchen“ wäre kein stilles Örtchen mehr, denn allein in unserem Darm haben wir Menschen schon mehr Bakterien, als wir Körperzellen haben. Jeder Toilettengang wäre ein großer bakterieller Aufschrei…wer wird schon gerne heruntergespült! Allerdings würden wir auch positive Stimmen hören…nämlich dann, wenn wir uns nach dem Toilettengang nicht die Hände waschen. „Geh’ in die Küche“, würden die Bakterien auf unseren Händen uns zurufen, und zwar ziemlich laut, denn je nachdem, was auf der Toilette passiert, können das bis zu 100.000.000 Bakterien sein. Der Traum jedes Bakteriums ist es nämlich, aus einem Bakterium zwei zu machen, indem sie sich teilen. Da Bakterien, abgesehen von Wasser, zur Hälfte aus Eiweiß bestehen, brauchen sie auch viel Eiweiß, um sich zu vermehren. Deshalb mögen sie insbesondere eiweißhaltige Lebensmittel wie z. B. Fleisch, Hackfleisch, Eier, und Sahne, die in jeder Küche gibt. Und da es ist in der Küche meistens auch noch warm und feucht ist, freuen sich die Bakterien ganz besonders. So können sie z. B. das ungekühlte Mettbrötchen, das wir mit ungewaschenen Händen zubereitet haben, im Laufe des Tages zur Krankheitsfalle werden lassen, indem sie sich darin vermehren und Giftstoffe freisetzen.
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Schwein gehabt? Nicht nur Geflügelfleisch ist mit Salmonellen belastet!

Wer im Kontext „Lebensmittel“ das Thema „Salmonellen“ hört, wird nervös. Salmonellen, die Bauchkrämpfe, Fieber und Durchfälle verursachen, sind für den guten Ruf tödlich, und dies gilt umsomehr, als dass jeder Laie Salmonellen kennt.

Jeder assoziiert Geflügelfleisch mit Salmonellengefahr. Das ist ja auch korrekt. Aber was ist mit Schweinefleisch? Kaum einer weiß, dass auch hier ein erhebliches Risiko besteht.

Europweit steht das Risiko, an einer Salmonellose zu erkranken, sogar seltener in Zusammenhang mit dem Verzehr von Geflügelfleisch, sondern mit dem von Schweinefleisch und Eiern. Womit wir dann wieder beim Geflügel wären … aber nichts desto trotz empfehle ich, auch bei der Verarbeitung von Schweinefleisch an die Salmonellengefahr zu denken. Damit Sie immer Schwein haben!

Beste Grüße
Dr. Elke Jaspers

Quelle: Faktenblatt „Salmonellen“ der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit
http://www.efsa.europa.eu/de/search/doc/factsheetsalmonellade.pdf