Wenn Bakterien sprechen könnten – Lebensmittelhygiene für Verbraucher: Die Bedeutung der Händehygiene

Dies ist der Start einer kleinen Artikelserie zum Thema “Lebensmittelhygiene für Verbraucher”.

Wenn Bakterien, Schimmelpilze und Viren sprechen könnten, wäre unser Leben ganz schön verrückt. Das „stille Örtchen“ wäre kein stilles Örtchen mehr, denn allein in unserem Darm haben wir Menschen schon mehr Bakterien, als wir Körperzellen haben. Jeder Toilettengang wäre ein großer bakterieller Aufschrei…wer wird schon gerne heruntergespült! Allerdings würden wir auch positive Stimmen hören…nämlich dann, wenn wir uns nach dem Toilettengang nicht die Hände waschen. „Geh’ in die Küche“, würden die Bakterien auf unseren Händen uns zurufen, und zwar ziemlich laut, denn je nachdem, was auf der Toilette passiert, können das bis zu 100.000.000 Bakterien sein. Der Traum jedes Bakteriums ist es nämlich, aus einem Bakterium zwei zu machen, indem sie sich teilen. Da Bakterien, abgesehen von Wasser, zur Hälfte aus Eiweiß bestehen, brauchen sie auch viel Eiweiß, um sich zu vermehren. Deshalb mögen sie insbesondere eiweißhaltige Lebensmittel wie z. B. Fleisch, Hackfleisch, Eier, und Sahne, die in jeder Küche gibt. Und da es ist in der Küche meistens auch noch warm und feucht ist, freuen sich die Bakterien ganz besonders. So können sie z. B. das ungekühlte Mettbrötchen, das wir mit ungewaschenen Händen zubereitet haben, im Laufe des Tages zur Krankheitsfalle werden lassen, indem sie sich darin vermehren und Giftstoffe freisetzen.
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Schwein gehabt? Nicht nur Geflügelfleisch ist mit Salmonellen belastet!

Wer im Kontext „Lebensmittel“ das Thema „Salmonellen“ hört, wird nervös. Salmonellen, die Bauchkrämpfe, Fieber und Durchfälle verursachen, sind für den guten Ruf tödlich, und dies gilt umsomehr, als dass jeder Laie Salmonellen kennt.

Jeder assoziiert Geflügelfleisch mit Salmonellengefahr. Das ist ja auch korrekt. Aber was ist mit Schweinefleisch? Kaum einer weiß, dass auch hier ein erhebliches Risiko besteht.

Europweit steht das Risiko, an einer Salmonellose zu erkranken, sogar seltener in Zusammenhang mit dem Verzehr von Geflügelfleisch, sondern mit dem von Schweinefleisch und Eiern. Womit wir dann wieder beim Geflügel wären … aber nichts desto trotz empfehle ich, auch bei der Verarbeitung von Schweinefleisch an die Salmonellengefahr zu denken. Damit Sie immer Schwein haben!

Beste Grüße
Dr. Elke Jaspers

Quelle: Faktenblatt „Salmonellen“ der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit
http://www.efsa.europa.eu/de/search/doc/factsheetsalmonellade.pdf